
Unsere Expertin im dritten Experten-Spotlight ist Annett Fiedler. Frau Fiedler ist Gründerin der Beradent-Akademie. Ihre Arbeit beginnt dort, wo sich viel über das eigene Wohlbefinden erzählt: im Mund. Zähne, Kiefer und Nervensystem sind für sie der Ausgangspunkt – und der Anfang eines Weges zu mehr Selbsterkenntnis, innerer Ordnung und einem selbstbestimmten Leben.
Frau Fiedler, Ihr Ansatz beginnt an einem Ort, an den die wenigsten zuerst denken, wenn es um ganzheitliche Gesundheit geht: im Mund. Dentosophie bedeutet ja wörtlich ‚die Weisheit der Zähne'. Können Sie uns mitnehmen: Warum sind Zähne, Kiefer und Nervensystem für Sie der Ausgangspunkt, um dem inneren Gleichgewicht eines Menschen auf die Spur zu kommen?
Um das zu verstehen, reisen wir in unserer Entstehungsgeschichte zurück an den Ursprung, wo alles entstand. Das Herz ist das erste Organ, das im Menschen funktionsfähig wird, es beginnt bereits ab der dritten Embryonalwoche seinen eigenen, unabhängigen Takt zu schlagen. Fast gleichzeitig bildet sich das Verdauungsrohr, am oberen Ende mit der Mundhöhle und der Zunge.
Zwei Organsysteme, deren Strukturen im selben Rhythmus entstehen und die sich gegenseitig tragen. In diesem Takt übt der Embryo schon das Schlucken, die Bewegung der Zunge und Schluckmuskulatur sendet Wachstumsimpulse an die umliegenden Gewebe.
Der Embryo wächst, nimmt menschliche Formen an, und
solange keine Stressoren von außen die Embryonalentwicklung stören, ist bis zur Geburt alles nach dem Prinzip der natürlichen Ordnung perfekt angelegt:
Die Zunge, die Strukturen der Mundhöhle, der Nase, die Schädelknochen, das Skelett, die Muskulatur und die großen Organsysteme. Nach der Geburt mit dem ersten Atemzug aktiviert sich das neurologische Urmuster aus: Atmen, Saugen/später Kauen und Schlucken in seinem natürlichen Dreiklang.
Darauf baut sich jedes Wachstum und die gesamte menschliche Entwicklung weiter auf. Vom Durchbruch des ersten Zahnes bis zum kompletten Milchgebiss, vom Zahnwechsel bei Schuleintritt bis zum Beginn der Pubertät, erreicht die körperliche, die geistige und persönliche Entwicklung des Menschen mit jeder Bisshebung die nächste Reifestufe.
Wird das neurofunktionelle Urmuster in seinem natürlichen Rhythmus gestört, kann sich diese Entwicklungsrichtung auch wieder umdrehen oder stagnieren. Deshalb setze ich genau hier an: An dem Punkt, wo alles im Takt einmal entstand, kann dieser auch wieder gefunden und fortgesetzt werden.
In Ihrer täglichen Arbeit spielen auch Ernährung, Entgiftung und Entsäuerung eine wichtige Rolle. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht das, was wir unserem Körper täglich zuführen, für ein gesundes Gleichgewicht? Und worauf achten Sie dabei mit Ihren Klientinnen und Klienten besonders?
Nicht nur was wir an Nahrung täglich zu uns nehmen, sondern wie wir es zu uns nehmen, bestimmt, ob es uns nährt oder krank macht.
Die Qualität, wie wir Atmen, Kauen und Schlucken, beeinflusst das gesunde Gleichgewicht in der Mundflora und im gesamten Mikrobiom
Die Qualität, wie wir Atmen, Kauen und Schlucken, beeinflusst das gesunde Gleichgewicht in der Mundflora und im gesamten Mikrobiom, es hat zudem einen großen Einfluss auf die Regulation des Nervensystems und auf alle inneren Prozessabläufe. Alle regenerierenden Prozesse im Organismus laufen im Parasympathikus ab. Dazu gehören Verdauung, Stoffwechsel, Entgiftungsprozesse.
Die Leber regelt in ihrer zentralen Rolle neben Verdauung und Entgiftung auch das hormonelle Gleichgewicht, und damit den Mineralienstoffwechsel, der für die Regeneration und Neubildung von Zahn- und Knochensubstanz entscheidend ist.
Daher schaue ich bei meinen Klienten zuerst, ob die Grundfunktionen stimmen und ob die Organe, die für Verdauung, Stoffwechsel und Entgiftung zuständig sind, ausreichend über die Ernährung unterstützt werden, damit der Körper alle Baustoffe in der richtigen Qualität und Form bekommt, um echte Vitalität daraus zu gewinnen.
Welche Rolle spielen Bitterstoffe und das alte
Kräuterwissen für Sie, wenn es um Verdauung, Entsäuerung und ein waches Körpergefühl geht?
Kennengelernt habe ich BitterKraft auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden, wo ich regelmäßig unterwegs bin, um zu sehen, was sich in der Komplementärmedizin tut und wo sich neue Wege der Vernetzung auftun.
Was die BitterKraft Tropfen betrifft, kann ich aus eigener Erfahrung berichten: Speziell während der jährlichen Detox- und Stoffwechselkur haben mich die Tropfen spürbar unterstützt, Darm, Leber und Stoffwechsel in Schwung zu bringen. Ich erlebe mich dabei ausgeglichener, mit einem gut kontrollierbaren Appetit und leichterem Zugang zur zahngesunden Ernährung.
Mein Geschmacksempfinden wurde mit Einnahme der Bitter-Tropfen spürbar intensiver, ich schmecke feine Nuancen wieder bewusster.
Bitterstoffe sind für mich eines der am meisten unterschätzten Mittel unserer Zeit. Deshalb empfehle ich sie auch meinen Klienten. Unsere Ernährung enthält heute viel zu wenige natürlich aktive Pflanzenstoffe und zu viele synthetische Zusatzstoffe, versteckte Industriezucker und Salz, die unser inneres Gleichgewicht und die Selbstregulation des Nervensystems aus der Balance bringen. Und uns mittel- und langfristig krank und unfrei in unserer Lebensgestaltung machen.
Der bittere Impuls mit dem ersten Bitter-Tropfen kann ein erster Schritt zurück zur gesunden Ernährung sein, um die natürliche Ordnung in Verdauung, Stoffwechsel und im Gesamtsystem Mensch wiederherzustellen.