Darm Detox Kur und Darmsanierung - damit es dem Darm gut geht

Geschrieben von: Malte Wurm

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Lesezeit 3 min

Der Darm ist Schlüssel zu unserer Gesundheit. Erstaunlicherweise erfährt er jedoch häufig nicht die Wertschätzung, die er verdient. Vielleicht weil er in unserem Bewusstsein weniger präsent ist, muten wir unserem Darm so einiges und manchmal auch zu viel zu. Daher benötigt er von Zeit zu Zeit Hilfe, um sich wieder zu regenerieren. Das kann regelmäßig über eine Darm Detox Kur in Form einer Darmreinigung oder Darmentgiftung geschehen. Treten aber bestimmte Beschwerden auf, setzen viele auf eine Darmsanierung. Was aber ist eine Darmsanierung, wann ist eine Darmsanierung sinnvoll und wie lange dauert eine Darmsanierung? 

Unser Darm benötigt von Zeit zu Zeit Hilfe, sich zu regenerieren

Krankheitsbilder und Syndrome, bei denen in der Naturheilkunde oft eine Darmsanierung eingesetzt wird

Eine Darmsanierung kann aufgrund unterschiedlicher, oftmals auch nicht genau definierbarer Krankheitsbilder eine mögliche Therapieform sein. Dazu gehören: 

Reizdarm

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine chronische Erkrankung. Bisher gibt es nur Vermutungen über die Ursachen der funktionellen Störung des Verdauungssystems. Möglich ist beispielsweise, dass der Informationsaustausch zwischen Darm und Gehirn beeinträchtigt ist. Es kann aber auch daran liegen, dass die Darmbewegungen irregulären Mustern folgen oder dass der Darm ungewöhnlich empfindlich reagiert. Immer mehr setzt sich auch die Überzeugung durch, dass Stress und Angst hinter RDS stecken könnten. Wahrscheinlich sind immer mehrere der hier genannten Faktoren für die Entstehung eines Reizdarms ursächlich. So vielfältig wie die möglichen Ursachen können auch die Symptome eines Reizdarms sein. Betroffene klagen regelmäßig über Blähungen, mal im Zusammenhang mit Durchfall, mal mit Verstopfungen. Auch ein Blähbauch kann neben Bauchschmerzen und Darmkrämpfen vorkommen. 

Unkontrollierte Vermehrung von Candida-Pilzen

Candida-Pilze gehören zur natürlichen Mikroflora des Menschen. Es handelt sich bei ihnen übrigens um eine Gruppe von Hefepilzen. Befinden sie sich im Gleichgewicht mit anderen Mikroorganismen, sind sie harmlos. Gewinnt ihre Population jedoch die Oberhand, können sie die unterschiedlichsten Symptome hervorrufen. Das können Blähungen und andere Verdauungsstörungen sein, aber auch teilweise juckende Veränderungen der Haut oder der Schleimhaut, Infektionen insbesondere im Genitalbereich sowie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Der übermäßige Befall durch Candida-Pilze im Darm oder Candida-Dysbiose ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Zu den möglichen Ursachen zählen vielmehr: Störungen des Verdauungssystems oder der Leber, Mangel oder eingeschränkte Bioverfügbarkeit bestimmter Spurenelemente wie Kupfer oder Zink, Immunschwäche, Antibiotikaeinnahme, Fehlernährung, Ansammlung toxischer Metalle oder Stress. Der Ursprung des Candida-Befalls sollte immer durch einen Arzt geklärt werden. 

Allergien

Auch zu Allergien gibt es die Auffassung, dass sie unter Umständen ihren Ursprung im Darm haben könnten. Dabei wird vermutet, dass Schadstoff-Ablagerungen an den Darmwänden eine Rolle dabei spielen, die Darmflora aus dem Gleichgewicht zu bringen. Im zusammenhängenden System des Organismus könnten dabei auch andere Bereiche des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten und die Entstehung von Heuschnupfen oder Asthma begünstigen. 

Störungen nach Antibiotika-Einnahme

Die Einnahme von Antibiotika schließlich hat zur Folge, dass Krankheitserreger abgetötet werden. Allerdings beeinträchtigt sie auch die "guten" Mikroorganismen in der Darmflora erheblich. Folge können Durchfall und andere Magen-Darm-Beschwerden sein. 

Behandlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Leiden des Darms

Für alle diese Krankheitsbilder gibt es unterschiedliche Therapieformen. Einige davon sind: 

Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung kann bei Reizdarm, Candida-Befall, aber auch bei Verdauungsstörungen nach einer Antibiotika-Einnahme sinnvoll sein. 

Medikamente

Medikamente können Symptome wie Durchfall, Krämpfe und Schmerzen lindern. Manche wie Antimykotika können sogar auf die Erkrankung selbst einwirken oder wie Antihistaminika krankheitsauslösende Stoffe blockieren. 

Probiotika

Immer dann, wenn die Darmflora gestört ist, können auch Probiotika eingesetzt werden. Das sind lebende Bakterienkulturen, die im Idealfall viele Milliarden Kulturen enthalten. 

Anpassung des Lebensstils

Ein moderates Bewegungsprogramm, eine gesunde Work-Life-Balance sowie ein erholsamer Schlaf können sich ebenfalls günstig auf die Darmgesundheit auswirken. 

Weitere Maßnahmen

Darüber hinaus können Stressmanagement, eine Stärkung des Immunsystems, eine Immuntherapie und weitere Maßnahmen hilfreich sein. 

Was ist eine Darmsanierung?

Eine Darmreinigung kann regelmäßig mit Unterstützung von Bitterstoffen sowie einem Fastentag durchgeführt werden. Bei der Darmentgiftung werden dann auch schon entgiftende Produkte eingenommen. Die Darmsanierung ist noch komplexer. Sie besteht aus einer Darmreinigung oder Entleerung des Darms. Aus einer Darm Detox Kur, die entgiftende Präparate einschließt, sowie aus einer Regeneration der Darmflora. Dabei können Probiotika ebenso wie Mikrobiotika zum Einsatz kommen.

Prinzipiell ist es möglich, eine Darmsanierung selbst durchzuführen. Wird sie aber aufgrund von Beschwerden erwogen, ist es ratsam, die Darmsanierung ebenso wie die Beschwerden mit einem Arzt zu besprechen. 

Wie lange dauert eine Darmsanierung?

Ein weiterer Grund, die Darmsanierung mit dem Arzt oder Heilpraktiker zu planen, ist, ein Therapiekonzept festzulegen und dabei zu entscheiden, wie lange sie dauern soll. Je nach individueller Situation kann das ein Zeitraum von zwei Wochen, einem Monat, aber auch einem Vierteljahr oder länger sein. 

Kann man auch Allergien heilen durch Darmsanierung?

Viele Menschen schwören auf die Darmsanierung und in der alternativen ebenso wie in der traditionellen Medizin hat sie ihren festen Platz. Ob sich aber Allergien heilen lassen durch eine Darmsanierung, kann so eindeutig nicht beantwortet werden. Erfahrungswerte können dafür sprechen. Medizinische Beweise gibt es jedoch nicht. Gleiches gilt übrigens auch für die anderen oben aufgeführten Krankheitsbilder wie Reizdarmsyndrom, unkontrollierte Vermehrung von Candida-Pilzen sowie Verdauungsstörungen nach der Antibiotika-Einnahme.

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